Kumulieren und Panaschieren

Bei der Kommunalwahl haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Ihre Stimme abzugeben. Diese werden in den drei folgenden Beispielen veranschaulicht.

Beispiel 1: Wahl einer Partei

Sie finden, dass die FDP überzeugende Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt hat und wollen die Freien Demokraten unterstützen. Darum geben Sie der FDP-Liste alle Stimmen. Jeder Bewerber auf der Liste erhält in der Reihenfolge des Wahlvorschlags jeweils eine Stimme, also vom ersten bis zum letzten Kandidaten.

Ihnen stehen so viele Stimmen zu, wie das Parlament insgesamt Sitze hat. Sind weniger Personen auf der Liste, als Sitze zu vergeben sind, erhalten die Personen auf der Liste erneut von oben nach unten Ihre Stimme.

Beispiel 2: Kumulieren (häufeln)

Sie sind überzeugter FDP-Wähler, finden aber, dass einige Kandidatinnen und Kandidaten Ihre besondere Unterstützung haben sollen, da Sie diese als besonders kompetent empfinden. In unserem Beispiel sind dies die Kandidaten D und H, denen Sie jeweils zwei Stimmen geben.

Von den Kandidaten E und G fühlen Sie sich nicht vertreten und streichen sie daher von der Liste. Damit haben Sie vier Stimmen vergeben, und durch das Kreuz oben auf der Liste bekommen die verbleibenden, also nicht gestrichenen Kandidaten, von oben nach unten die restlichen Stimmen.

In diesem Fall ist es ganz wichtig, das Listenkreuz bei der FDP zu machen, da Sie sonst Stimmen verschenken.

Beispiel 3: Panaschieren (mischen)

Sie sind FDP-Anhänger, finden aber auch bei den anderen Parteien Kandidatinnen und Kandidaten, die Sie persönlich als kompetent erachten.

Deshalb geben Sie Kandidat D auf der Liste der Partei der Roten zwei Stimmen, Kandidat G auf der Liste der Partei der Schwarzen drei Stimmen und dem Kandidaten D der FDP ebenfalls drei Stimmen.

Wenn Sie jetzt die Liste der FDP ankreuzen, erhalten die Freien Demokraten die restlichen Stimmen, und zwar wieder von oben nach unten.